 |   |  | | | Vorwort zu »Der Drachenreiter«
»Was macht Fantasy zur Fantasy?« Diese Frage stellte Hugh Walker im Juni 1973, als er das
Vorwort zum DRAGON-Heftroman Nummer 7, »Der Drachenreiter«, schrieb: »Was macht
die phantastische Erzählung zur phantastischen Erzählung?«
Der Autor verwies in seinem Vorwort auf das übernatürliche Element einerseits, das aus
Legende, Aberglauben, Mythologie und der eigenen Phantasie entlehnt wird, und auf das
Element der Lokalität andererseits. Damit ist nichts anderes als das Land der Phantasie
gemeint, jenes »erdachte Land, das man frei gestalten und bevölkern kann, dem man die
Gesetze der eigenen Phantasie aufzwingen kann«.
Dies gilt insbesondere auch für die Reihe DRAGON selbst, die in der vorliegenden
Buchausgabe von Hugh Walker neu bearbeitet und zusammengestellt wird. Die Abenteuer
des ehemals »schlafenden Gottes« in einer archaischen Umgebung, zweitausend Jahre
nach dem Untergang des mythischen Atlantis, faszinierten damals wie heute.
Dragons Fahrten durch jene Region, die heutzutage als Mittelmeerraum bekannt ist, waren in
den 70er Jahren etwas völlig neues: Kaum jemand im deutschsprachigen Raum kannte
Fantasy, weder als Literatur noch als Comics, Spiele oder Film. Spätestens seit einigen
erfolgreichen Hollywood-Filmen wie »Conan der Barbar« ist das Genre Fantasy allgemein
bekannt.
Umso besser, wenn jetzt DRAGON eine Neuauflage erlebt. Im vorliegenden Buch sind die
Romane »Der Drachenreiter« von Ernst Vlcek, »Kampf um die Felsenburg« von Hugh
Walker und »Raub der Prinzessin« von Peter Terrid zusammengefaßt. Viel Vergnügen!Klaus N. Frick
| |  |      |  |  | Dragon ist ein eingetragenes Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt. |